Die Gärtnerei am Auenhof

Gemüse, Kräuter und noch einiges mehr

Wir sind ein Team aus GärtnerInnen/SozialtherapeutInnen und etwa 18 MitarbeiterInnen mit Assistenzbedarf. Auf den Äckern, die den Auenhof umgeben, bauen wir auf etwa 3 ha Freilandfläche verschiedenes Gemüse an. Außerdem gibt es Kartoffeln, einige Folienhäuser, in Zukunft Hühner und eine schlagkräftige und lautstarke Gruppe Laufenten, die für die Vertilgung der Schnecken zuständig sind. Besonders hervorzuheben sind die leckeren Tee- und Gewürzkreationen aus dem Kräutergarten.

Der Anbau

Da man auf einer Fläche nicht nur Gemüse anbauen sollte, nutzen wir einen Teil der Äcker gemeinsam mit dem Spatzenhof, so dass sich der Boden unter dem Kleegras für die Kühe von dem anstrengenden Gärtnerei - Dasein erholen und neue Kräfte sammeln kann. So haben wir in unserer Fruchtfolge  nach drei Jahren immer ein zweijähriges Kleegras eingeplant, welches für die Kühe abgemäht wird. Der Klee sammelt als Leguminose (Schmetterlingsblütler) den Stickstoff (wichtigster Pflanzennährstoff) aus der Luft und lockert mit seinem Wurzeln den Boden. Einen ähnlichen Effekt haben regelmäßig angebaute Zwischenfrüchte. Als „Gegenleistung“ für das Futter erhalten wir Kuhmist, der mit den biologisch – dynamischen Präparaten versehen und kompostiert vor allem den stark zehrenden Kulturen, wie Kohl oder Lauch zugute kommt. Die Gemüseflächen werden nach den Richtlinien des Demeterverbandes bewirtschaftet. Mit Hilfe von Blühstreifen oder auch blühenden Zwischenfrüchten bemühen wir uns um ein reichhaltiges Nahrungsangebot für Hummeln, Bienen und andere. Eine bunte Insektenwelt bedeutet ein Gleichgewicht zwischen „Schädlingen“ und „Nützlingen“ und kommt somit auch dem Gemüse zugute.

Saatgut und Jungpflanzen

Beim Saatgut für die direkt gesäten Kulturen verwenden wir zu 95% samenfeste Sorten von der Bingenheimer Saatgut AG oder von der Sativa aus der Schweiz. Einen kleineren Teil der Jungpflanzen ziehen wir selbst, überwiegend kommen sie von der Gärtnerei Natterer aus Vaihingen an der Enz.

Welches Gemüse wächst bei uns?

Eine ganze Menge, aber in jeder Jahreszeit etwas Anderes. Im Winter trotzen Lauch, Rosenkohl und Grünkohl der Witterung und den Hasen und Rehen, oft gibt es noch Spinat und Feldsalat oder verschiedene Pflücksalate aus dem Folienhaus. Wichtiger aber ist, dass die Lager mit Wurzelgemüse, Kohl, Kartoffeln, Zwiebeln und Kürbissen gefüllt sind, die nach und nach verkauft werden.
 Irgendwann ist alles alle. Dann wird es draußen wieder grün und hoffentlich steht bald die erste Ernte von Salat, Kohlrabi, Fenchel, Radieschen, Brokkoli, Bundzwiebeln, Zuckererbsen oder den verschiedenen Kräutern an. Die genannten Kulturen und einiges mehr müssen laufend neu gesät oder gepflanzt werden, um dann auch kontinuierlich ernten zu können.

Wird es richtig warm, kommen Zucchini, Bohnen, Tomaten und Gurken dazu, gleichzeitig füllt sich der Acker mit den vielen Dingen, die dann ab Frühsommer bis in den Herbst hinein nach und nach reif und geerntet werden: Möhren, Rote Bete, Sellerie, Pastinaken, Lauch, Rotkohl, Weißkohl, Wirsing, Spitzkohl, Chinakohl, Kartoffeln, Mangold, Paprika, Kürbisse, Zwiebeln und und und. Werden im Oktober die Beete abgeerntet, wandert vieles davon wieder in das Gemüselager. Salate, Kohlrabi oder Blumenkohl gibt es bis weit in den November hinein. Da kommen dann noch die Herbstsalate, wie Endivien, Radicchio oder Zuckerhut dazu. 

Immer mal wieder macht uns die Witterung oder gefräßige Tierchen oder vielleicht auch die Planung oder etwas ganz anderes einen Strich durch die Rechnung und irgendetwas klappt nicht wie gehofft. Und gibt es dann auch nicht oder nur wenig.

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